Schornsteinfegersoftware vor dem Innovationssprung

Schornsteinfegersoftware vor dem Innovationssprung

„Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.“ 

Heilmann Software berichtet vom neuen Projekt connect.

1550 Euro gibt so gut wie niemand „einfach so“ aus. Schließlich bekommt man einiges dafür: 30 Tankfüllungen. Einen Maßanzug beim Herrenausstatter. Einen Satz Reifen mit Felgen. Eine Monatsmiete (in Stuttgart) für eine 4- Zimmer-Wohnung – wenn man Glück hat. Die Neuentwicklung der Verwaltungssoftware für Schornsteinfeger von Heilmann Software kostet aktuell 1550 Euro*. Seit November 2017 kann connect, so der Name der Software, bestellt werden. Alexander Schenk, Projektleiter von connect und seit über 20 Jahren der Mann, wenn es um Schornsteinfegersoftware geht, erklärt gemeinsam mit Andreas Heilmann, warum Heilmann Software eine Neuentwicklung plant, wieso sich das Produkt über ein Crowdfunding-Projekt finanziert und warum die Software aktuell 1550 Euro kostet. 

„Warum eine Neuentwicklung?“  

ASch: Die Softwareentwicklung hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Man kann, was die eingesetzten Technologien angeht, glaube ich schon von einem Innovationssprung sprechen. Der Anspruch an die Benutzeroberfläche einer Software ist auch ein ganz anderer. Hier ist mittlerweile ein intuitives Design, ähnlich wie bei modernen Apps auf dem Smartphone gefragt. Aber auch das Schornsteinfegerhandwerk hat sich gewandelt. Themen wie Datentrennung oder Wettbewerbsrecht können jedoch mit einem Update nicht grundlegend in einer Software verankert werden. Mit einem Update würden wir allenfalls „verschlimmbessern“. Das ist aber nicht der Qualitätsanspruch, den Heilmann Software hat. Deshalb haben wir uns zu einer vollständigen Neuentwicklung unserer Kehrbezirksverwaltung entschlossen. 

„Und wie rechtfertigt Heilmann Software den Preis?“ 

AH: Für eine Softwareentwicklung in diesem Umfang muss ein neues Entwicklerteam aufgebaut werden. Die neue Technik, die zum Einsatz kommt, macht vieles möglich, ist aber in der Umsetzung viel aufwendiger. Außerdem haben wir uns mit Unterstützung des BMWi und der Wettbewerbszentrale über 2 Jahre mit dem Thema Datentrennung befasst. Diese Arbeit und auch die doppelte TÜV-Zertifizierung von Heilmann Software hat entscheidenden Einfluss auf den Qualitätsstandard von connect – und Qualität hat eben ihren Preis. Wir sehen connect als ein Premium-Produkt. Damit wollen wir die alte Generation der Verwaltungssoftware, zu der wir auch UNO zählen, endgültig ablösen. 

„Wieso macht Heilmann Software Crowdfunding?“ 

AH: Unser Crowdfunding-Konzept hat tatsächlich einige Fragen aufgeworfen. Manche Kunden hatten sogar die Sorge, dass Heilmann Software das Geld ausgeht. Das Gegenteil ist der Fall! Die bestehenden Produkte laufen gut und die Erlöse sichern unseren Bestandskunden eine hervorragende Betreuung. Um dabei auch zukünftig keine Abstriche machen zu müssen, haben wir uns für Crowdfunding entschieden, denn so trägt sich jedes Produkt selbst. Crowdfunding bietet mit seinem hohen Maß an Transparenz außerdem eine gute Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Wir wollen damit Innovatoren unter den Schornsteinfegern ansprechen. Wir sehen sie nicht nur als Kunden, sondern als Unterstützer und Partner dieses Projekts. 

„Was bringt connect dem Handwerk?“ 

ASch: Andreas Heilmann und ich kommen beide aus Schornsteinfegerfamilien. Es liegt uns wirklich am Herzen, die Branche mit connect fit für die digitale Zukunft zu machen. Alle connect-Besteller sind für uns Unterstützer, die mit uns das Handwerk richtig nach vorne bringen wollen. Neben rechtskonformer Datentrennung, ortsunabhängigem Arbeiten über die Cloud und intuitivem Design wollen wir mit connect vor allem eins erreichen: 80% weniger Büroaufwand! Wir freuen uns jedenfalls schon sehr auf das Projekt, das starten wird, sobald 200 Bestellungen bei uns eingegangen sind. Das Projekt ist auf ca. drei Jahre hin geplant.